Vom Bauernhof zum Wellnesshotel

Das Ensemble probt schon fleißig. (Foto: Inga Sprünken)

Touristen aus der Stadt, die Urlaub auf dem Bauernhof machen, sind das Thema der neuen Theaterstücks des Theaters für Jedermann/frau (https://www.theater-fuer-jedermann-frau.de/). Unter dem Motto „Da ist was los im Wellnesshotel – oder Mist und Moneten“ präsentieren acht Akteure der 12-köpfigen Truppe plus inaktiver Helfer eine Komödie in drei Akten von Andreas Heck. 

Das Theaterensemble spielt seit seiner Gründung im Juli 2010 als Amateurtheater in jedem Jahr ein neues Stück in Much. Zweck ist die Pflege der Kunst und Kultur und natürlich der Spaß am Theaterspiel, wobei fast alle Mitglieder aus Much und Umgebung kommen. Durch die gute Verteilung der weiblichen und männlichen Schauspieler sowie der Altersstruktur können alle Rollen aus eigenen Reihen besetzt werden. Seit 2014 finden die Aufführungen immer in der Aula der Gesamtschule statt.

Im aktuellen Stück geht es um den Weilerhof, den die Bäuerin Anna (Gabi Bolenz) betreibt und der kurz vor dem Bankrott steht. Aber sie möchte den Hof retten und auch ihre Mägde Berta (Iris Labude) und Hilde (Corinna Klopsch) behalten. Da kommt die Steuerberaterin Irene (Brigitte Knop) auf die Idee, Geld mit Touristen zu verdienen. Die alte Scheune wird kurzerhand in ein Heuhotel verwandelt und schon bald stehen die ersten Städter vor der Tür. 

Dazu gehört Fritz (Hermann Merfeld). Der hätte zwar lieber einen Kreuzfahrturlaub gemacht, aber seine Frau Helga (Sabine Merfeld) hat sich für einen Aktivurlaub auf dem Land entschieden. Auch die hippe Trendurlauberin Eva (Yvonne Nesshöver) sowie Anita (Kathrin Kemmerling), die in Wahrheit auf der Suche nach preiswerten Grundstücken für eine Wochenendsiedlung des Immobilienkonzern „Immo Zock“ ist, sind mit von der Partie.

Die Veranstalter sind mithilfe moderner Sport- und Freizeitangebote eifrig bemüht, ihren Gästen einen angenehmen und trendgerechten Aufenthalt zu bieten. Dazu gehört etwa auch „Out Misting“ oder „Cow Melking“ sowie ein „Bulldog Offroad Adventure“ mit dem alten Traktor samt Anhänger. Doch das Ganze läuft schon beim ersten Frühstück aus dem Ruder. Denn die Vorstellungen über moderne Ernährung, die die Landbewohner den Besuchern in Form von Müsli, frischen Eiern und Milch, Kaffee und Brötchen bieten wollten, driften bei der Bestellung von Espresso, Smoothies und veganem Essen auseinander. 

Somit präsentiert sich die Komödie als Spiegel einer Gesellschaft, die jeglicher Art von Individualisten gerecht werden möchte, sich aber vom ursprünglichen und einfachen Leben weit entfernt hat. Aufgeführt wird das Theaterstück am Samstag, 23. März, um 15 Uhr (Einlass 14 Uhr), um 20 Uhr (Einlass 19 Uhr) und Sonntag, 24. März um 19 Uhr (Einlass 18 Uhr) in der Aula der Gesamtschule. 

Karten gibt es zum Preis von 12 Euro im Vorverkauf im Tourismusbüro, Hauptstraße 33, im Bürgerbüro im Rathaus, Hauptstraße 57 sowie direkt an der Theaterkasse. (ins)

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Ein Muss für Fans von handgemachter Rockmusik

Sie gilt als die Mutter von Rainbow und Whitesnake – Deep Purple schrieb seit ihrer Gründung im Jahr 1968 Musikgeschichte und gehört mit über 130 Millionen verkauften Alben zu den erfolgreichsten Rockbands der Welt. „Smoke on the water“ war einer der größten Hits der Band, die legendär für ihre Gitarrenriffs, den Klang der Hammond-Orgel und ihre Rhythmusarbeit ist.

Doch die Musiker wechselten und gründeten eigene Bands. Rainbow etwa wurde 1975 von dem legendären Deep-Purple-Gitarristen Ritchie Blackmore gegründet und mischte den Hard Rock mit Elementen aus der mittelalterlichen Musik auf. Zu ihren bekannten Hits gehörte etwa „Long live Rock’n Roll“.

Auch Whitesnake wurde 1978 durch den Deep Purple-Sänger David Coverdale gegründet und schaffte es in den 80er Jahren in die Top Ten der britischen Albumcharts. Ihren größten Singlerfolg feierten sie mit „Here I Go Again“ und „Is This Love“, womit sie die Single-Charts in den USA stürmten.

Die Hits dieser prägenden Rockbands sind bei den Fans unvergessen. Für sie gibt es am 30. März einen besonderen musikalischen Leckerbissen in der Mehrzweckhalle Marienfeld. Dort tritt die Band „Stargazer“ auf. Die Hardrock-Tribute Band aus dem Raum Bonn hat sich dem Thema Deep Purple, Rainbow und Whitesnake verschrieben und sorgt seit 1997 bei ihren Konzerten auf Stadtfesten, bei Motorradclubs und Festivals für reichlich Furore. Besonders Fans von handgemachter klassischer Rockmusik der 70er bis 90er Jahre kommen bei den Konzerten von Detlef Konrath (Sänger), Walter Heumann (Gitarre), Stefan Schrumpf (Keyboards), Frank Nerger (Bass) und Thomas Bungart (Schlagzeug) voll auf ihre Kosten.

Als Vorband von Stargazer hat der Ortsverein Marienfeld als Veranstalter das Acoustic-Duo Kryshmah aus dem Rhein-Sieg-Kreis verpflichtet. Die beiden Vollblut-Berufsmusiker Detlef Kornath (Gesang & Gitarre) und Frank Nerger (Gitarren) sind seit 2003 mit ihrem Acoustic-Programm überregional und international unterwegs. Sie präsentieren Rock- und Pop-Klassiker aus den letzten 40 Jahren sowie Balladen mit ungewöhnlichem Tiefgang und großer Intensität.

In der Kombination mit Stargazer gibt es also am 30. März um 20 Uhr (Einlass: 19 Uhr) ein dreistündiges Musikprogramm mit klassischer Pop- , Rock- und Hardrock-Musik aus fast 50 Jahren Musikgeschichte. Karten zum Preis von 15 Euro sind erhältlich bei Baustoffe Siebert, bei der Bäckerei Funken und Marienfelder Schollsack im Vorverkauf. An der Abendkasse kostet der Eintritt 18 Euro. Für das leibliche Wohl ist ebenfalls gesorgt. (ins)

Weitere Infos unter www.ortsverein-marienfeld.de

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Golfspielen auf den Punkt gebracht

Das Mucher Dreigestirn in Aktion
Zu Beginn des Kabaretts hatte das Mucher Dreigestirn die Zuschauer eingestimmt.

„Wegen der vielen neuen Regeln musste ich einiges umschreiben“, erzählte Andrea Wehner alias Auguste. Bereits seit 15 Jahren ist die Kabarettistin und ehemalige Leistungsportlerin im Kegeln – sie hat zwei Europameisterschaften gewonnen – mit ihrem Kabarettprogramm in Deutschland unterwegs. Seit 2011 tingelt sich zusätzlich mit dem Golf-Kabarett „Auguste spielt Golf“ durch die Lande. Das war die Zeit, als sie selbst mit dem Ballsport anfing. In der Burg Overbach trainierte sie diesen jedoch weniger, sondern eher ihr Mundwerk und forderte das Publikum auf, ihr zu folgen, etwa wenn sie sagte: „kleiner Ball“. Dann wollte sie die Antwort hören: „großer Sport“.

Und schon startete sie mit dem ersten Klischee „Spielen Sie schon Golf oder haben Sie noch Sex?“. „Lieber allein ein schönes Spiel, als schlechten Sex mit einem hässlichen Mann“, resümierte August in ihrem „fränkischen Outfit“. Dass sie aus der Nähe von Schweinfurt kommt, sollte man an ihren grünen Gummistiefeln, Kittelschürze und rotem Tuch auf dem Kopf erkennen. Im Rheinland sei sie schön öfter gewesen, „notgedrungen“ bei Auftritten in Grevenbroich und Köln-Wahn. Auch dort gab es nämlich „Mini-Golf in Maxi-Ausführung“, wie sie ihre Einstellung zu Beginn ihrer Golfkarriere erläuterte. Sie sei nach „sechs Löchern fix und fertig gewesen“. Umso mehr habe sie sich gefreut, als ihr Trainer, der „Pro“, ihr geraten habe, ein „Sandwisch“ zu nehmen – bis sie merkte, dass dies eine Bezeichnung für einen Schläger ist.

Aus der Regelkunde erklärte Auguste, wie man „lose hinderliche Naturstoffe“ vom Fairway entfernen kann. Zu denen zähle etwa auch ein (Ehe-)Mann der im Weg stünde und den man auf diese Weise straffrei loswerden könne. „Einen Mann, den du umhaust, darfst du am Arm anpacken und wegzerren“, so die Fränkin. Man könnte ihn in den „Bunker“ (mit Sand gefüllte Grube) werfen. Im „Rough“ dagegen landeten in der Regel ihre Golfbälle. Diese Bereiche zwischen den Spielbahnen hätten es ihr besonders angetan, so die Expertin. Um den Ball dort wieder wegzubekommen, müsse man ihn „ansprechen“, habe ihr Trainer gesagt. „Ich habe versucht, auf den Ball einzureden, aber das hat nichts genützt“, sagte sie enttäuscht zu der Aufforderung im Golf-Jargon, den Ball zu schlagen.

Wie Clubmanager Antonio Catalán es formulierte, ging es bei dem Abend nicht zuletzt darum, die Zeit bis zum Saisonauftakt zu überbrücken. Zuvor hatte noch das Mucher Dreigestirn, Prinz Siggi I. (Siggi Boos), die Jungfrau Eri (Erika Corsten) und Bauer Siggi (Siggi Praegel) ein kurzes Stell-Dich-Ein gegeben. Abgerundet wurde das von den Seniorengolfern organisierte knapp zweistündige Kabarettstück mit einem kleinen, aber feinen Menü aus der Küche von Kai’s Restaurant, das im Preis enthalten war. Nächster Höhepunkt im Golfclub ist die Verleihung der Auszeichnung „UN-Dekade Biologische Vielfalt“ der Rheinischen Stiftung für Kulturlandschaft für den besonders naturnahen Platz am 21. März.

Ab Saisonstart 1. April gibt es dann wieder die Möglichkeit, einen kostenlosen Schnupperkurs zu belegen. Die zweistündigen Kurse für die ganze Familie werden in Gruppen von vier bis zehn Personen ab Saisonbeginn an jedem ersten Samstag und jedem dritten Sonntag im Monat von 14 bis 16 Uhr angeboten. Benötigt werden nur Turnschuhe und bequeme Freizeitbekleidung. Weitere Infos gibt es unter Telefon 02245/5550 oder E-Mail. info@golfclub-burg-overbach. (ins)

Selbst eine Jonglage-Einlage präsentierte Auguste in der Kittelschürze.

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Frühstück gegen Fachkräftemangel

Andre Schmeis (M.) begrüßt zusammen mit Schulleiterin Andrea Friedrich und Bürgermeister Norbert Büscher Unternehmer und Schüler.

Wer dem Fachkräftemangel entgegenwirken möchte, sollte nicht das Unternehmerfrühstück versäumen, das am Dienstag, 26. Februar, um 8 Uhr in der Gesamtschule in Much stattfindet. Unternehmer aus Much und Umgebung treffen dabei ihre möglichen künftigen Azubis – und Fachkräfte.

Bei belegten Brötchen, Kaffee und Kakao können sich Vertreter von Ausbildungsbetrieben zwanglos mit den Schülern der Jahrgangsstufe 9 austauschen und gegenseitiges Interesse wecken. Die Schüler stellen die Ergebnisse ihrer ersten Berufspraktika in Form von kreativ gestalteten Plakaten und Mappen sowie informativen Power-Point-Präsentationen sortiert nach Berufsfeldern vor. Alles was man benötigt, sind 90 Minuten Zeit, Flyer und Informationsmaterial über die eigene Firma, ein dickes Paket Visitenkarten und Interesse an jungen Menschen, die schon bald das Unternehmen bereichern könnten.
Die Initiative, Schule und regionale Wirtschaft zusammenzubringen, hat vor drei Jahren Andre Schmeis, der Vorstandssprecher von Much-Marketing, erstmals ergriffen. In Zusammenarbeit mit Schulleitung und der Berufskoordination realisiert er dies erneut.

Anmeldungen mit Angabe der Ausbildungsberufe sind auch kurzfristig noch möglich unter julia.switala@much.de. Die Teilnahme ist kostenlos. (ins)

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Rock vom Feinsten

Musik-Geschichte schrieb die legendäre Rockband Deep Purple. Mit markanten Gitarrenriffs, Improvisationen und dem Klang der Hammond-Orgel zählte sie zu den ersten Vertretern des Hard Rock. 1975 kam die 1968 gegründete Band mit ihrer 10.000 Watt starken Anlage als lauteste Popgruppe der Welt sogar in das Guiness-Buch der Rekorde. Mit über 130 Millionen verkauften Alben gehört Deep Purple zu den erfolgreichsten Rockbands.

Wer die legendäre Zeit von Songs wie „Super Trooper“ oder „Long Live Rock’n Roll“ von Rainbow wieder aufleben lassen möchte, sollte sich den 23. Februar notieren, denn dann ist die Nr.1-Deep-Purple-Tribute-Band „Demon’s Eye“ in der Kultur- und Eventhalle kabelmetal in Windeck-Schladern mit ihrer „The Purple Rainbow“-Tour zu Gast. Auf ihrer 2019-er Tour blicken Demon’s Eye über den purpurnen Tellerrand hinaus und widmen knapp die Hälfte ihres Programmes Rainbow, der Formation, die Ritchie Blackmore 1975 nach seinem Ausstieg bei Purple gegründet hat.

Rainbow mischten den Hard Rock mit Elementen aus der mittelalterlichen Musik und waren in den 1970er Jahren stilbildend für den einige Jahre später aufkommenden Speed- und Power Metal. Unvergessen sind die Alben „Rising“, „Long Live Rock’n’Roll“. Blackmore gilt als einer der bedeutendsten Rock-Gitarristen. Bei Demon’s Eye ist es ebenfalls ein Saitenvirtuose, der eine besondere Stellung einnimmt. Das, was Mark Zyk auf seiner Sechssaitigen kann, verschlägt Blackmore-Fans im Publikum regelmäßig die Sprache.

Veranstalter des tollen Rockkonzerts ist Joachim Dettenberg in Zusammenarbeit mit kabelmetal. Der DJ und Erfinder der Rock-Party-Reihe Shine-On lädt im Anschluss an das Konzert noch zum Weiterrocken bei der After-Show-Party ein.

Der Einlass zum Konzert ist um 19 Uhr, Karten kosten im Vorverkauf 18,50 Euro inklusive ÖPNV im VRS, an der Abendkasse 22 Euro. Wer nur zur Party ab 22 Uhr kommen möchte, zahlt 5 Euro Eintritt an der Abendkasse. Vorverkauf: www.kabelmetal.de (02292-9590710).  (ins)


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