Lebenslieder im Raum für Zeit

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Es gibt Momente, da trifft einen ein unerwarteter Abschied. Herausgerissen aus Vertrautheit und Zugehörigkeit verliert man den Halt. Gedanken und Gefühle verschwimmen, Ausrichtung oder Entscheidung scheinen unmöglich und Ohnmacht macht sich breit. „Doch unsere Welt wird sich wieder bewegen, wenn wir uns bewegen“, lautet Frank Breburdas Philosophie. Die gab der im Kreis Altenkirchen lebende Singer-/Songwriter vor etwa 30 Zuhörern zum Besten.

Unter dem Titel „Lebenslieder“ präsentierte der deutsche Liedermacher gekonnt seine Balladen von Freude und Leid, Zuversicht und Unsicherheit, Liebe und Hass am Samstagabend im Raum für Zeit, wobei er sich selbst an der Gitarre begleitete. Zum ersten Mal seit dem Bestehen gab es im spirituellen Zentrum ein solches Konzert mit anschließender Party – und dass nur gegen eine Spende.

Nachdem der Musiker die rund 30 Zuhörer mit seinen eindrucksvollen Liedern begeistert hatte, lud Ralf Schäfer als DJ zur Tanzparty in den Saal. Bekannt von den Tanz Partys im Studio Miriya in Troisdorf sorgte er für die passende Musik zum Tanzen. Denn wie Breburda es zuvor schon auf den Punkt gebracht hatte, ist „Musik ein reiner Ausdruck von Leben und Lebensfreude“.

Nach dem Erfolg des Abends soll es weitere Musikveranstaltungen im Raum für Zeit geben. Infos über Frank Breburda, seine Musik und seine Arbeit gibt es unter www.frank-breburda.de. (ins)

FrankBreburda

 

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Klamotten zurück an Aldi & Co.

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Die Vergrößerung der Mucher Aldi-Filiale am Wahnbach ist endlich abgeschlossen. Nicht nur das ist eine gute Nachricht, sondern es gibt noch eine weitere. Wie Greenpeace vermeldet, kann man Klamotten dort ebenso wie bei Lidl, Penny und Tchibo beruhigt kaufen. Denn diese Ketten sind die Trendsetter der sauberen Textilproduktion. Auf Druck der Detox-Kampagne von Greenpeace verbannen diese Händler erste besonders schädliche Chemikalien. Zudem veröffentlichen sie Abwasserdaten und bringen Programme  für Rücknahme  und Recycling auf den Weg.

Detox-Schlusslichter sind hingegen Edeka/Netto, Norma, Metro/Real sowie Interspar aus Österreich. Keines der Unternehmen will bis 2020 konsequent entgiften. „Was erschwinglich ist, sollte auch sauber sein. Aldi, Lidl, Penny und Tchibo beweisen das nun: Sie sind stramm auf Entgiftungs-Kurs. Höchste Zeit für Premium-Supermärkte wie Edeka nachzuziehen“, sagt Kirsten Brodde, Textil-Expertin von Greenpeace.

Als weitere Supermarkt-Kette verpflichtet sich auch Kaufland mit seinen 1300 Filialen in Deutschland und Osteuropa, bis 2020 giftfrei zu produzieren. Der Lebensmittelhändler gehört wie Lidl zur Neckarsulmer Schwarz-Gruppe. Kaufland will zudem zunehmend hochwertige Kleidung herstellen, die länger hält und besser zu recyceln ist. „Das ist angesichts wachsender Altkleiderberge wichtiger denn je, denn lange Haltbarkeit und reparaturfreundliches Design sind das Zukunftsprogramm für die Branche“, sagt Brodde.

Mit Kaufland sind es nun 33 internationale Marken, die sich verpflichtet haben, bis 2020 schrittweise alle Risiko-Chemikalien aus ihrer Produktion zu entfernen. Das entspricht etwa 15 Prozent der globalen Textilproduktion. Konkret geht es um die besonders gefährlichen Schadstoffe wie Weichmacher, Alkylphenolethoxylate oder per- und polyfluorierte Chemikalien (PFC).

Besonders Lidl, Tchibo und Rewe/Penny investieren nun auch in die Herstellung recyclingfähiger Textilien. Die Wiederverwertung von Textilien hilft den Verbrauch knapper frischer Fasern zu senken und die Umwelt zu entlasten. Damit Kleidung recycelbar ist, arbeiten die Supermärkte an schadstofffreier Produktion. Außerdem entwerfen sie bereits Rücknahmesysteme für die Läden und arbeiten an Designs, die die alten Kleider wiederverwerten. „Jetzt sind die Kunden gefragt: Bringen Sie Ihre getragenen Klamotten in die Supermärkte zurück. Umso schneller werden die Supermarkt-Ketten mit dem Recycling beginnen“, sagt Brodde. (ins)

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Der Weitblick

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Weitblick im wahrsten Sinne des Wortes beweist der Verkehrsverein Much. Auf der Höhe oberhalb von Hevinghausen, von der man einen fantastischen Blick bis ins Siebengebirge auf der einen und auf den Heckberg auf der anderen Seite genießt, ist ein schöner Platz für eine Bank. Und die hat der Verkehrsverein nun schon mal vorsorglich dort aufgestellt. Dumm nur, dass die Landwirte in den Sommermonaten just auf den Feldern ihr gegenüber Mais anbauen. Wanderer, die nun hier eine Rast einlegen, schauen also auf eine grüne Wand und können allenfalls die Wildschweine dabei beobachten, wie sie sich am Mais gütlich tun. Jedoch das Ende in Sicht. Ende September steht die Maisernte an – und ab da gibt es dann den ersehnten Weitblick. (ins)

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Mucher Heu-Kirmes und 6. Mucher Heufresser Wettkämpfe

HeufresserKreisel03„Spiel und Spaß für die ganze Familie“ heißt es in diesem Jahr wieder an vier Tagen. Die ARGE Mucher Kirmes sorgt ab Freitag 26. Juni, bis Montag 29. Juni, für jede Menge Abwechslung für Jung und Alt.
Dazu gehören Fahrgeschäfte wie die Riesenschaukel „1001 Nacht“ – Europas höchster fliegender Teppich mit einer Flughöhe von 27 Metern, das aufregende Simulator-Kino „Venturer“, der familienfreundliche „Dschungel Express“ und natürlich der Autoscooter „Camaro“, zwei Kinderkarussells und zahlreiche Spielgeschäfte.

Am Freitag 26. Juni, startet das Zeltprogramm mit der „Live Night“ bei freiem Entritt. Ab 21 Uhr sorgt die Showband „BIG DAVE and the MAD FARMERS“ für Stimmung. Die fünfköpfige Band aus dem Rhein-Sieg-Kreis präsentiert die besten Rocksongs der letzten fünf Jahrzehnte. Die erfahrenen Musiker um Frontmann Pat Farmer begeistern ihr Publikum mit überraschenden Coverversionen, die auf eine nicht alltägliche Weise mit einer Portion Humor interpretiert werden. An der elektrischen Gitarre glänzt Joe Farmer, unterstützt von Ed Farmer an den Keyboards. Das treibende Fundament bildet Stan Farmer am Bass und der Schlagzeuger Big Dave. Nach dem Konzert gibt es Gute-Laune-Hits auf der After-Show-Party. Weiterlesen

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Pfingsteiersingen in Hetzenholz und Umgebung

Foto ©Inga Sprünken / inga-spruenken.de

Foto ©Inga Sprünken / inga-spruenken.de

Längst in Vergessenheit geraten ist die Tradition des Pfingsteiersingens. Das „Peiseiersingen“ ist ein altes Junggesellen-Brauchtum. Seit dem 19. Jahrhundert zogen die „Peisjonge“ (Pfingstjungen) am Pfingstsamstag singend durch die Ortschaften. Die guten Wünsche wurden mit frischen Eiern, einem Schnäpschen oder einem „Schärflein“ (Spende) honoriert.

Im Jahr 2004 griff der Kirchenchor St. Cäcilia aus Hetzenholz diesen alten Brauch wieder auf. Der sollte das dreitägige Stiftungsfest im Zelt ersetzen, das die Männer jährlich an Pfingsten unterhalb der Hetzenholzer Kirchen gefeiert hatten. Nachwuchsprobleme aber führten schließlich zur Einstellung der großen Feierlichkeiten. Das Stiftungsfest besteht jedoch im Kleinen weiter und wurde nun zum 92. Mal wiederholt. Jetzt ziehen die Sänger durch die Ortschaften Weißenportz, Eigen und Hevinghausen, um dem alten Brauch des Pfingsteiersingens zu frönen.

Das startet grunsätzhlich mit einem religiösen Lied „Komm Heiliger Geist, du göttlicher Gast…“ an. Dann rücken die Sänger mit ihrem eigentlichen Anliegen heraus: „Jehrt uns och en Pingsei, feine Rosen Blümelein . Senn uns leever drei wie zwei, wacker ist das Mädchen“. In Hevinghausen machte die Sängerschar am späten Freitagabend vor Pfingsten Station und wurde am Hof Kempfenheuer mit Bier und Schnäpschen empfangen.

Am Pfingstsonntag folgt dann jeweils der Höhepunkt des Stiftungsfestes mit dem Festhochamt in der Kirche St. Josef in Hetzenholz. Danach ziehen die Sänger auf den Friedhof, um der Toten des Chores zu gedenken. Stammsitz des Kirchenchores ist die Dorfschänke Hetzenholz. Dort wird auch wöchentlich geprobt. Interessenten erhalten dort weitere Informationen. (ins)

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