Tierschutzlabel

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Foto ©Inga Sprünken /inga-spruenken.de

 

Das Tierschutzlabel hilft beim Einkauf

Jeder, der kein Vegetarier ist, aber dem das Tierwohl am Herzen liegt, weiß, wie schwierig es ist, Fleisch-Produkte zu finden, die aus artgerechter Tierhaltung stammen. Es gibt laut dem Deutschen Tierschutzbund sogar Umfragen und Studien, die belegen, dass ein Großteil der Verbraucher davon überzeugt ist, mit seiner Kaufentscheidung Einfluss auf den Tierschutz nehmen zu können. Und das ist stimmt so auch.

Da die Änderung des Tierschutzgesetzes weiterhin eher unbefriedigend verlaufen ist, hat der Deutsche Tierschutzbund für eine Kennzeichnung gekämpft, bei der die Rahmenbedingungen für alle Tiere in der deutschen Landwirtschaft spürbar besser sind. Mangels einer europaweiten Tierschutzkennzeichnung, die transparent für mehr Tierschutz steht und eine Weiterentwicklung der bisher üblichen Haltungsformen in Gang setzt, hat der Tierschutzbund das zweistufige Tierschutzlabel herausgebracht.

Mit dem Label werden Produkte tierischen Ursprungs gekennzeichnet, denen Tierschutzstandards zugrunde liegen, die für die Tiere einen wirklichen Mehrwert gewährleisten. Gestartet wird zunächst mit einem Label für Produkte von Masthühnern und Mastschweinen. Die Kriterien sollen später für alle landwirtschaftlich genutzten Tiere erarbeitet werden und die gesamte Produktionskette umfassen – von der Zucht bis zur Schlachtung.

In der Einstiegsstufe des Labels haben die Tiere mehr Platz und Beschäftigungsmöglichkeiten und Ferkel werden nicht betäubungslos kastriert. Bei Masthühnern wird durch eine Begrenzung der täglichen Gewichtszunahme verhindert, dass schnell wachsende Zuchtlinien, die unter erheblichen Gesundheitsproblemen leiden, eingesetzt werden. Darüber hinaus gibt es für Transport und Schlachtung ebenfalls strenge Anforderungen. In der zweiten Labelstufe (Premiumstufe) kommen zusätzlich Außenklimabereiche, Zugang zu Auslauf oder Freilandhaltung hinzu. Der Einsatz gentechnisch veränderter Futtermittel ist in der Premiumstufe verboten. Neben diesen Mindestanforderungen müssen auch tierbezogene Kriterien erfüllt werden, mit denen konkrete Rückschlüsse auf das Wohlbefinden der Tiere möglich sind und die zeigen, ob die ambitionierten Standards im Alltag optimal bewirtschaftet werden.

Erhältlich sind die Produkte mit dem Tierschutzlabel bundesweit schon bei verschiedenen Handelsketten. Dort, wo sie nicht erhältlich sind, würde es helfen, danach zu fragen, damit sie eingeführt werden. Derzeit gibt es sie schon bei Lidl unter der Marke Landjunker (Ausnahme Bayern: hier unter der Marke Ein Gutes Stück Heimat), Edeka Minden, Valluhn, Südwest und Süd, bei Netto, real in NRW, Rheinland Pfalz, Niedersachsen, Bremen, Schleswig-Holstein, Baden-Württemberg, Brandenburg, Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt, bei HIT in NRW, Bayern, Rheinland Pfalz, Baden-Württemberg und Aldi Nord unter der Marke Landfrisch.

 

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