Schokolade

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Foto ©Inga Sprünken /inga-spruenken.de

 

 

Schokolade – schwarz, braun oder weiß ist für die meisten Menschen die begehrteste Süßigkeit überhaupt. Früher allein als Dickmacher verschrien, hat die Wissenschaft heute den Ruf der Leckerei rehabilitiert. Denn inzwischen ist bekannt, dass Schokolade nicht nur lecker, sondern auch gesund ist. Allerdings hängt dies von ihrem Kakaoanteil ab.

Schon die Azteken wussten die stimulierende Wirkung des Kakaos zu schätzen. Sie tranken gerne und viel Kakao. Allerdings war dies ein sehr bitteres Getränk und hatte nicht viel mit unserem heutigen Kakaotrunk gemein. Die Kakaobohnen, aus denen schon die Azteken das Getränk gewannen, sind die Kerne von länglichen Früchten, die an einem Strauch wachsen. Die gesäuberten und sortierten Bohnen werden in der Schokoladenfabrik geröstet und dann gemahlen. Dies setzt ihr einzigartiges Aroma frei.

Mit Rohrzucker und Kakaobutter vermischt, wird daraus reine Schokolade, zumindest bei Firmen, die mit dem Reinheitsgebot arbeiten. Sie stellen ihre Schokoladen nur aus diesen drei Grundzutaten her. Bei Edel-Vollmilch kommt noch Vollmilchpulver hinzu. Billigere Schokoladenvarianten enthalten nicht nur qualitativ schlechteren Kakao, sondern erhalten ihren Geschmack durch Zusätze wie Lecithine, die teure Kakaobutter ersetzen und künstliche Aromen wie etwa Vanillin. Hinzu können auch Emulgatoren und weitere Geschmacksstoffe kommen.

 

Auf dem Welt markt wird bei den Kakaoqualitäten zwischen Konsumkakao “bulk cacao” und Edelkakao “fine and flavour cacao” unterschieden. Meistens ist es die Mischung aus beiden, die in herkömmlicher Schokolade verarbeitet wird. Der Unterschied zwischen beiden liegt in der Herkunft: Konsumkakao kommt aus West-Afrika, Edelkakao wird nur aus bestimmten Züchtungen in den ursprünglichen Gebieten des Kakaos in Mittel- und Südamerika, der Karibik, auf Madagaskar und einigen Inseln Asiens gewonnen.

 

Zur Unterscheidung helfen Begriffe wie Edel-Schokolade oder Edel-Bitter. Sie weisen zumeist darauf hin, dass in der Produktion Edelkakaos eingesetzt werden. 40 Prozent Edelkakao müssen laut der deutschen Kakaoverordnung enthalten sein. Aber auch in Premium-Schokolade findet man meistens eine Mischung aus Konsum- und Edelkakao. „Wie beim Wein besitzt jeder Edelkakao ein charakteristisches Aroma. Die Aromen der Schokoladen werden vom Anbaugebiet sowie von der Behandlung der Kakaobohnen bestimmt. Deshalb schmeckt jeder Edelkakao auch einzigartig“, erläutert Robert Rausch, Sohn von Jürgen Rausch, einem bekannten deutschen Schokoladenhersteller.

 

Schokolade als Gesundheitsfaktor

Neben dem Genuss bietet die Schokolade aber auch Vorteile für die Gesundheit. So erweitert etwa der im Kakao enthaltene Wirkstoff Theobromin die Blutgefäße und wirkt damit blutdrucksenkend, ebenso wie das im Kakao enthaltene Kalium. Theobromin steigert auch die Kontraktionsfähigkeit des Herzens und die Flavonoide in der Schokolade schützen sogar vor Herzinfarkt. Gesundheitlich relevant sind auch die Tannine, eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Polyphenole und Flavonole. Diese Gerbsubstanzen wirken als Antioxidantien und bekämpfen freie Radikale, ebenso wie das in der Schokolade enthaltene Vitmin E, Beta-Carotin und Kupfer. In schwarzer Schokolade reichlich enthalten sind zudem auch Fettsäuren, die wiederum cholesterinsenkend wirken.

 

Schokolade ist energiereich, enthält viele Kohlenhydrate und hat einen niedrigen glykämischen Index, das heißt sie belastet den Blutzuckerspiegel nur gering. Und jeder, der schon einmal Liebeskummer hatte, weiß dass Schokolade sehr tröstlich sein kann. Der im Kakao enthaltene Wirkstoff Tryptophan ist ein Vorbote des Neurotransmitters Serotonin. Der Spiegel dieses Glückshormons steigt beim Genuss von Schokolade im Gehirn an. Darüber hinaus ist das im Kakao enthaltene Magnesium ein wirksames Mittel zur Stressbekämpfung. Ebenso wie das Phenethylamin, das den Amphetaminen ähnelt, und für seine beruhigende und anti-depressive Wirkung bekannt ist. So kann regelmäßiger Schokoladenkonsum sogar zur Stressbekämpfung beitragen.

 

Die Variante mit dem geringsten gesundheitlichen Nutzen ist die weiße Schokolade. Sie enthält keine der gesunden Kakaobohnenbestandteile, sondern nur Kakaobutter, Zucker, Milch und Aromen. Grundsätzlich gilt also: je dunkler die Schokolade ist, je mehr Kakaobohnenbestandteile enthält sie und je gesünder ist sie. Letztlich liegt das große Geheimnis der Schokolage aber auch in ihrem Genuss an sich. Denn wenn man etwas genießt, wird die die Ausschüttung der Endorphine gefördert. Aber damit die Waage aus Schoko-Lust nicht Schoko-Frust macht, sollte man Schokolade nur stückweise genießen. Schon ein Stück Schokolade pro Tag genügt, um eine gesundheitsfördernde Wirkung zu erreichen.

 

 

 

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