Imker pflegen Streuobstwiesen

Streuobstwiese

 

Was haben Imker mit Obstbäumen zu tun? Ganz einfach, Bienen betäuben die Blüten und sorgen für leckeres Obst.

In unserer direkten Umgebung gab es früher eine beachtliche Anzahl von Streuobstwiesen. Diese besonderen Biotope bieten Lebensräume und Nahrung für eine Vielzahl von Arten, die geschützt werden müssen. Der Rhein-Sieg-Kreis hat dies verstanden und bildet über das Projekt Chance7 Obstbaumwarte aus, die das Wissen über die Pflege von Streuobstwiesen weitergeben und erhalten.

Sechs unserer Imker nutzten diese Möglichkeit und liessen sich von dem hiesigen, zertifizierten Obstbaumwart Rainer Przygoda in der Kunst des Obstbaumschnittes unterweisen.
Nach einer theoretischen Einführung zu Wuchsgesetzen, Grundlagen der Veredelung und Veredelungsunterlagen, Schnittzeitpunkt verschiedener Obstgehölzen und benötigten Werkzeugen ging es bei strahlend blauem Himmel, wunderschönem Sonnenschein und eiskalten Temperaturen um den Gefrierpunkt anschließend raus auf die Streuobstwiese, wo die Theorie nun praktisch geschult wurde.

Nach der sogenannten “Baumansprache”, der Blick auf das Astwerk und die Planung der Pflege- und Erziehungsschnitte, durften unsere Vereinsmitglieder selber Hand anlegen. Rainer erklärte uns direkt an den Gehölzen die zu erwarteten Wuchsrichtungen, zeigte Schnitttechniken und brachte uns mit manchem charmanten Witz zum Schmunzeln.
Am frühen Nachmittag verabschiedeten wir uns nach zwei bearbeiteten Obstbäumen von unseren Gastgebern und freuen uns nun auf die Möglichkeit weitere Obstbäume schneiden zu können.

An dieser Stelle nochmals ein großen “Dankeschön” an den Mucher Obstbaumwart Rainer Przygoda und die Gastfreundschaft der Familie Gaida.

Für den Bienenzuchtverein Much
Thomas Beissel

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Schnelles Internet für Much in Sicht

Much auf dem Weg in die Zukunft….

In einem vorherigen Artikel auf diesem Blog wirbt eine „Initiative für schnelles Internet in Much“ um Mitstreiter. Dieser Artikel ist keine objektive journalistische Berichterstattung, sondern geprägt von dem Interesse, Bürger für diese Initiative zu gewinnen. Es wurden Petitionen eingerichtet und Kooperationen mit diversen regionalen Anbietern eingegangen. Diese Anbieter wiederum verfolgen rein wirtschaftliche Interessen und wollen Kunden gewinnen.

Eine solche „Kooperation“ ist keine Lösung des Problems, das etwa seit 2011 nicht nur die Bürger, sondern auch die Verwaltung beschäftigt und ärgert: das langsame Internet in weiten Teilen der Gemeinde. Much ist eine Flächengemeinde, bei der lange Strecken zwischen den Verteilerkästen, die bereits mit Glasfaser ausgestattet und verbunden sind, und dem Endverbraucher zurückgelegt werden müssen. Das führt naturgemäß zu teilweise dramatischen Verlusten in der Schnelligkeit des Internets.

Die Gemeinde ihrerseits ist daher schon länger bestrebt,ein flächendeckendes Glasfasernetz für Much einzurichten und alle Haushalte daran anzuschließen – allein es scheiterte an der Finanzierung. Einstige „Platzhirsche“ im Bereich der Telekommunikation scheuten bisher aus wirtschaftlichen Überlegungen vor einem flächendeckenden Ausbau mit Glasfaser zurück, weil sie fürchteten, die hohen Investitionskosten (geschätzt ca. 50 Millionen Euro) durch die Anschlüsse nicht wieder reinzuholen. Das ist der Grund dafür, dass es immer noch die ganz einfachen Kupferkabel gibt, über die man früher telefonierte, und die in die meisten Häuser führen. In Neubaugebieten sieht das anders aus, denn dort werden sofort Glasfaserkabel verlegt.

Die Verwaltung hat bereits im vergangenen Jahr ein Konzept für den Ausbau des Glasfasernetzes erarbeitet. Und da die Bundesregierung nicht nur am bundesweiten Breitbandausbau interessiert ist, sondern sogar gesetzlich dazu verpflichtet ist, gibt es inzwischen konkrete Hoffnungen auf Fördergelder. Um den damit möglich gemachten Breitbandausbau wiederum rangeln schon jetzt diverse kleine und größere Telekommunikationsunternehmen. Und es gibt auch Unternehmen, die eine Datenübertragung per Richtfunk anstreben, um den teuren, aber doch zweckmäßigen, Ausbau zu umgehen. Und alle buhlen um Kunden, damit sich ihre Investitionen auch lohnen.

Fakt jedenfalls ist: sobald grünes Licht aus Berlin kommt, kann es losgehen. Das schnelle Internet für ganz Much ist damit in greifbare Nähe gerückt – egal, wer es dann auch immer macht. Aber die Bürger sind derzeit gut beraten, noch ein wenig abzuwarten, anstatt sich schon jetzt an Firmen zu binden, von denen sie nachher nicht mehr loskommen. (ins)

 

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Bürgerinitiative für schnelles „DSL“ in Much

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Mucher Bürger kämpfen für schnellere Internetanschlüsse in Much und
gründen eine Bürgerinitiative „Schnelles DSL für Much“.
Die Netzanbieter offene Bürgerinitiative für schnelleres Internet in Much, wurde im Februar 2018 durch Mucher Bürger ins Leben gerufen. Da das Thema „langsames Internet in Much“ viele Mucher Bürger betrifft, in den Medien der letzten Jahre jedoch nicht viel Beachtung fand.

Die Initiative versucht mit regionalen Anbietern zu kooperieren, um den Menschen und Unternehmen in Much Alternativen zu den bestehenden langsamen DSL-Anschlüssen aufzuzeigen. Innerhalb der ersten Februar Woche, konnte die Initiative bereits zwei lokale Richtfunkanbieter als Partner gewinnen. Gespräche mit weiteren Netzanbietern und der Gemeinde Much sind geplant.

Durch gezielte Veröffentlichungen in sozialen Medien, wurde in kürzester Zeit ein enormes Interesse der Mucher Bürger festgestellt. So dass sich die Initiative das Ziel gesetzt hat, die Mucher endlich ins 21. Jahrhundert der digitalen Medien zu führen.
Besonders für den Wirtschaftsstandort Much ist schnelles Internet wichtig, um die Herausforderungen der nächsten Jahre, insbesondere das Thema Industrie 4.0 realisieren zu können. In der heutigen Zeit ist eine schnelle Internetverbindung für Unternehmen aller Branchen unerlässlich, um im immer stärker werdenden Wettbewerb bestehen zu können. Jeder Bürger und jedes Unternehmen kann sich an der Initiative beteiligen, um den Standort Much wieder interessant für Junge Menschen und Unternehmen zu machen.

Weitere Informationen zur Bürgerinitiative „schnelles DSL für Much“ finden Sie im Internet unter www.schnelles-dsl-much.de und unter www.schnelles-internet-much.de

 

Pressekontakt:
Christian Ortwig
Bövingen 66
53804 Much
02245 91 45 287
c.ortwig@otti24.de
www.schnelles-dsl-much.de

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Unternehmerfrühstück gegen Fachkräftemangel

Am Dienstag, 20. Februar, um 8 Uhr treffen sich zum zweiten Mal Mucher Unternehmer zu einem Frühstück mit Schülern des Jahrgangs 9 in der Gesamtschule. Bei belegten Brötchen, Kaffee und Kakao sollen zukünftige Azubis und Ausbildungsbetriebe zwanglos miteinander in Kontakt kommen.

Die Initiative, Schule und regionale Wirtschaft zusammenzubringen, kommt vom Vorstandssprecher von Much-Marketing, Andre Schmeis, der das Unternehmerfrühstück in Zusammenarbeit mit Schulleitung und Berufskoordination in diesem Jahr erneut realisiert. Denn nur mit Eigeninitiative kann man dem Fachkräftemangel entgegenwirken. (ins)

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Pflege-Notstand nicht nur in Much

Sie liegt in ihrem Bett und starrt an die Decke. Ihre Kraft reicht nicht mehr aus, sich selbstständig aufzurichten, geschweige denn die Toilette aufzusuchen oder zu essen. Wenn die eigene Mutter plötzlich zum Pflegefall wird, ist das eine große Herausforderung. Man steht vor der Frage, sie ins Heim oder ins Hospiz zu geben oder aber Zuhause zu pflegen. Seniorenheime gibt es viele, doch die Plätze sind dort rar gesät – ebenso wie im Hospiz (es gibt Wartelisten) und zudem möchten viele Senioren ihre gewohnte Umgebung nicht verlassen. Und da kommen die ambulanten Pflegedienste ins Spiel.

Weil es in Deutschland immer mehr pflegebedürftige Menschen, aber immer weniger Pflegekräfte gibt, empfiehlt die Bundesagentur für Arbeit vielen Arbeitslosen eine einjährige Umschulung zur Staatlich Anerkannten Pflege-Helferin. Doch anders, als man denkt, kann man damit – zumindest im ambulanten Pflegedienst – relativ wenig anfangen. „Die Pflege-Helferin darf nach ihrer einjährigen Ausbildung nicht mehr, als einer, der gar keine Ausbildung hat“, beklagt Günter Noa die strengen Vorschriften der Krankenkassenverbände. Die sind seiner Ansicht nach mitverantwortlich für den Pflegekräftemangel.

Der Mucher hat vor genau einem Jahr einen privaten Pflegedienst gegründet und kann sich vor Anfragen kaum noch retten. Doch mehr, als die aktuellen 20 Klienten kann er mit seinen derzeit sieben Beschäftigten nicht betreuen. Nach der einjährigen Ausbildung dürfen die Pflegerinnen nämlich laut Noa die Klienten zwar waschen, anziehen und ihnen Essen reichen, beim Anti-Thrombose-Strümpfe anziehen hört ihre rechtliche Kompetenz aber schon auf. In der stationären Pflege, wo die Mitarbeiter nicht allein mit den Patienten sind, sind die Vorgaben nicht so streng. Eine vollständige ambulante Pflege dürfen nur Pflegekräfte mit einer dreijährigen Ausbildung übernehmen. „Davon gibt es einfach nicht genug“, erzählt Noa mit Blick auf seine diversen Zeitungsanzeigen, auf die er nicht eine einzige Bewerbung erhielt.

Noa spürt nach eigener Aussage derzeit auch den starken Druck, der dadurch ausgelöst wurde, dass der Caritas-Verband Rhein-Sieg in Much vier Kündigungen von Pflegeverträgen ausgesprochen hat. Dörte Staub, die Pressesprecherin des Verbandes, bestätigt dies, sagt jedoch, dass es sich dabei um „begründete Einzelfälle“ gehandelt habe. Diese hätten nichts mit einem „Pflegenotstand“ zu tun, allerdings könne der Kundenstamm aller Caritas-Pflegestationen deutlich ausgebaut werden, wenn mehr Personal zur Verfügung stünde. Gut ausgebildete Pflegekräfte seien rar. „Um eine qualifizierte Pflege gewährleisten zu können, müssen wir deshalb die Zahl der Patientinnen und Patienten der jeweiligen Teamgröße anpassen“, erklärt Staudt. Dies beträfe nicht nur Much, sondern alle neun ambulanten Caritas-Pflege-Einrichtungen im Rhein-Sieg-Kreis. In Much arbeiten sieben examinierte Altenpflege-Kräfte und drei Pflegehelferinnen, dazu drei Alltagsbegleiterinnen. Auch die Stelle der Pflegedienstleiterin ist derzeit nur mit einer Interims-Stelle besetzt. „Wir erleben in allen Regionen des Rhein-Sieg-Kreises, dass wir mehr Anfragen haben als wir leisten können“, so der Vorstand des Caritasverbands Harald Klippel.

Die DRK-Pflegedienste Rhein-Sieg/Rhein-Berg gGmbH, die die nächste Pflegestation in Neunkirchen-Seelscheid betreibt, hat sich daher etwas einfallen lassen. Neben eigenen Ausbildungen, die auch die Caritas durchführt, beschäftigt das Rote Kreuz seit 2013 Mitarbeiter aus dem EU-Ausland. Dabei unterstützt sie die jungen Leute bei der Wohnungssuche, beim Deutschunterricht und bei der Anerkennung, allerdings vergehen dabei oft viele Monate, wie Geschäftsführer Reinhold Feistl beklagt. „Hilfreich wäre es, wenn die Anerkennungsverfahren entbürokratisiert werden könnten, so dass neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schneller in den Sozialstationen eingesetzt werden könnten“, sagt er.

Alle Organisationen leiden zudem am schlechten Ruf des Berufs. „Wir kennen keine Sonn- und Feiertage und haben Arbeitszeiten von morgens um sechs bis abends um neun“, sagt Noa. Allerdings verteilt sich das wie in jedem anderen Job auf eine 39-Stunden-Woche. Und manch einer schätzt auch die Vorzüge der ambulanten Pflege. „Es ist so ein schöner Beruf. Ich bin extra aus der Krankenpflege weg, weil man die Menschen dort nie kennen gelernt hat. In der Altenpflege kann man Menschen manchmal über viele Jahre hinweg begleiten“, sagt Caritas-Praxisleiterin Tina Kolbenberg.

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