Es ist Eichhörnchen-Zeit

Überall sieht man sie flitzen, die Eichhörnchen sind derzeit arg beschäftigt. Gilt es doch, nun einen Vorrat für den Winter anzulegen. Emsig turnen die kleinen Baumakrobaten die Nussbäume rauf und runter. Ihre Hinterpfoten mit den langen Krallen drehen sie nach außen und unten, um einen sicheren Halt zu haben. Wenn sie von Baum zu Baum springen, überwinden sie mühelos fünf Meter.

Den Winter verbringen sie schließlich in ihrem „Kobel“ genannten Nest, das sie in Astkabeln in etwa sechs Meter Höhe anlegen. Es wird mit Moos und Blättern gepolstert und bietet einen guten Kälteschutz. Gerne wohnen Eichhörnchen aber auch zur Miete und beziehen kurzerhand eine von Menschen aufgehängte Nisthöhle für Eulen. Den Winter verschlafen sie nicht komplett, sondern verlassen zwischendurch ihr Nest zum Fressen – nur manchmal finden sie die versteckten Vorräte nicht und es erwächst ein neuer Baum daraus. (ins)

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Tierischer Golfplatz

Genüsslich kaut Whisky auf seinem Gras herum. Ab und an steckt er seinen dicken Kopf über den Weidezaun und lässt sich streicheln. Der riesige Highland-Bulle ist sehr zutraulich. Ein paar Meter weiter watschelt eine Kanada-Gans-Familie über den gepflegten Rasen und eine Nilgans kommt auf Zuruf herbei. Am Weiher lauert der Fischreiher auf fette Beute. Die schwimmt in Form von Karpfen, Barschen und Schleien zu Unmengen in natürlichen Gewässern – eine Szenerie wie aus einem Wildtiergehege. Aber nicht in einem solchen spielt sich das ab, sondern auf dem Mucher Golfplatz.

Viele Tiere fühlen sich auf dem naturbelassenen Gelände sehr wohl. Wenigen, intensiv gepflegten Flächen stehen große Flächen gegenüber, die wenig oder gar nicht gepflegt werden“, erzählt Günter Widl. Der Geschäftsführer des Golfclubs Burg Overbach ist selbst ganz fasziniert von den Naturbegegnungen auf dem rund 80 Hektar großen Areal, auf dem sich Wald- und Wiesenflächen, Blumen- und Obstwiesen mit Siefen und natürlichen Teichen abwechseln. Auf den „Grün“ genannten Spielbahnen tummeln sich an sieben Tagen in der Woche die Golf-Spieler. So haben sich die Wildtiere an diesen Anblick gewöhnt und lassen sich davon nicht stören. Regelmäßig kommen Rehe mit ihren Kitzen zum äsen, Feldhasen flitzen umher und Füchse ziehen ihre Jungen in den Randbereichen groß. „Ich habe beobachtet, wie zwei Fuchs-Welpen mit einem Golfball gespielt haben“, erzählt Widl begeistert.

Dagegen sind die jährlich brütenden Kanada- und Nilgänse, die teilweise sehr zutraulich sind und Freundschaften mit einigen Golfern geschlossen haben, schon fast normal. Ebenso Enten, Reiher und Spechte sind Stammgäste auf dem Platz, wo auch drei Brutpaare des Roten Milans leben. Neben Bussarden und Eulen fühlen sich zudem verschiedene Fledermausarten hier wohl. Viele von ihnen leben in den Obergeschossen der aus dem 14. Jahrhundert stammenden Burg Overbach. Denn der Golfclub, der die Burg im Jahr 1984 erwarb, nutzt nur die unteren Geschosse als Geschäftsräume, während oben Raum für Natur pur ist. Im Burggraben und den Wasserhindernissen tummeln sich neben verschiedenen Fischen auch Molche, Frösche und Kröten. Auf diese Beute lauern die ebenfalls dort lebenden Ringelnattern, während auch die Kreuzotter schon in den Waldrandbereichen gesichtet wurde.

Selbst der Eisvogel brütet hier“, erzählt Widl, verrät aber den genauen Standort der Bruthöhlen nicht. Mit den Kolkraben und Krähen machen die Golfer besondere Erfahrungen. „Es gibt immer wieder Jahre, in denen Krähen sich sehr für Golfbälle interessieren und sich so manchen Ball von der Spielbahn klauen und das auch schon mal unmittelbar vor der Nase des Golfspielers“, berichtet der Naturfan. Die Golfer nähmen es gelassen, sie freuten sich über den Wildbestand, so Widl. Und sie kaufen gerne den Honig, der von den zehn Bienenvölkern auf dem Platz stammt. Allerdings gibt es auch weniger gern gesehene Tiere auf dem „Grün“: Wildschweine verwüsten immer mal wieder bestimmte Bereiche.

Sie lassen sich auch vom Hundegeruch nicht abschrecken. Denn seit vergangenem Jahr sind diese erlaubt. „Hundebesitzer haben immer wieder danach gefragt, ob sie ihre Tiere mitbringen dürfen, aber die Meinungen, ob wir dies zulassen sollten, gingen lange Zeit weit auseinander“, erzählt der Geschäftsführer. Die Nicht-Hundebesitzer unter den 650 Mitgliedern befürchteten Verschmutzungen und Belästigungen und sorgten sich um die Wildtiere. Nach einem Probelauf in 2014 mit einem Hundetag in der Woche sind Hunde nun an sieben Tagen erlaubt und am 9. September findet der erste Vier-Pfoten-Cup statt, an dem Golfer mit und ohne Hund teilnehmen können. Und was eigene Tier angeht, so plant der Golfclub die Anschaffung von Highland-Rindern – die jetzigen seien nur „geliehen“, so Widl, der sich besonders über die im Juli erhaltene Zertifizierung in Bronze „Golf & Natur“ freut. Die vergibt der Golfverband für besonders naturnahe Plätze. (ins)

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Gemütlicher Plausch am See – neue Sitzgruppe wird eingeweiht

Im vergangenen Jahr konnte die Aussichtsplattform am Dorfweiher eingeweiht werden. Jetzt lädt sie auch zum Verweilen ein. Zu verdanken ist dies MuchMarketing-Vorstandsmitglied Horst-Jürgen Neumann, der nicht nur die Einrichtung der Plattform angeregt hatte, sondern nun auch für deren Möblierung gesorgt hat.

Schon bei der Einweihung im vergangenen Jahr konnten sich die Gäste über zwei Bänke freuen, die die Zimmerei Heinz-Josef Merten noch schnell pünktlich angefertigt hatte – davon eine als Spende. Was für einen gemütlichen Plausch am See noch fehlte, war ein passender Tisch. Der wurde nun ebenfalls von der Zimmerei Merten installiert, so dass die Aussichtsplattform jetzt komplett ist.

Das muss natürlich gebührend gefeiert werden. Darum lädt der Vorstand von MuchMarketing alle Bürger und Interessierten

am Sonntag, 9. Juli, um 11 Uhr

zur offiziellen Einweihung mit einem kleinen Umtrunk und Imbiss ein. (ins)

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Spiele-Erfinder und Schiedsrichter gesucht

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Am letzten Juni-Wochenende 2017 ist es wieder soweit – nach einjähriger Pause starten die Heufresser-Wettkämpfe pünktlich zur Heukirmes. Das Orga-Team braucht jedoch noch Unterstützung bei der Planung der Wettkämpfe. Es geht darum, neue Ideen einzubringen und diese verantwortlich mit umzusetzen. Dabei gilt es nicht, das Rad neu zu erfinden, es gibt ja schon beste Ressourcen aus den vergangenen Jahren, die man berücksichtigen und einbinden kann.

Trotzdem werden weitere Ideen zu neuen Spielen oder Variationen gesucht. Das Orga-Team braucht zudem auch Hilfe bei der Büro-Arbeit, also beim Schreiben und Verfolgen von Plänen, der Erstellung von Spielbeschreibungen oder Teilnehmer-Listen sowie der Überarbeitung der Power-Point-Präsentationen. Vieles ist schon aus den Vorjahren vorhanden und bedarf (nur) der Aktualisierung. Und auch Schiedsrichter werden noch gesucht.

Das Spieleteam sollte sich im Vorfeld der Spiele ein paar Mal zusammensetzen, neue Ideen in lockerer kreativer Runde diskutieren und auf Machbarkeit – sowohl als faires Spiel als auch technisch – prüfen und dann einen Spielplan erstellen. Fünf mit sechs aktive Mitstreiter würden schon reichen. Darum sind alle, die Interesse an der Ausgestaltung der traditionellen Mucher Heufresser-Wettkämpfe haben, aufgerufen, sich kurzfristig unter der E-Mail-Adresse zu melden. Mitte Januar soll die erste kreative Runde zusammen finden. Der genaue Termin wird noch bekannt gegeben. Infos gibt es bei Karl F. Clarenbach, E-Mail: kfclarenbach@gmx.de

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Der Casanova von Much

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Was kann einem Mittdreißiger Besseres passieren, als in Much zu wohnen, wo auf dem internationalen Flughafen alle Fluglinien der Welt verkehren? Denn das bedeutet auch die Anwesenheit jeder Menge attraktiver und einsamer Stewardessen. Da wäre Andy doch dumm, wenn er sich nur auf eine einzige Frau festlegen würde, muss er doch nur die Flugpläne kennen und schon kann er gleich drei Damen parallel glücklich machen. Excel macht’s möglich, denn in der Tabelle sind alle Start- und Landezeiten der drei unterschiedlichen Fluggesellschaften penibel verzeichnet. Doch es kommt, wie es kommen muss: Höhere Gewalt sorgt für Änderungen in den Flugzeiten – und schon nimmt das Unglück seinen Lauf. Alle drei „Verlobten“ landen fast zur gleichen Zeit in Andys Mucher Wohnung.

Das Gesetz der Komödie schlägt erbarmungslos zu bei „Boeing Boeing“. Marc Camolettis Lustspiel in drei Akten ist ein Klassiker, der bereits 1960 in Paris uraufgeführt wurde. Das war eine Zeit, als die Jets aufkamen und Stewardessen noch liebreizende naive Dinger waren. Die französische Boulevardkomödie, die nach ihrer Übersetzung sieben Jahre am Broadway gespielt wurde, lieferte auch die Vorlage für eine gleichnamige amerikanische Filmkomödie aus dem Jahr 1965. 1991 schaffte sie es sogar als weltweit meistgespieltes französisches Theaterstück ins Guinness Buch der Rekorde und erlebte 2008 ein Revival am Broadway – und nun beim Theaterverein „Die Mimen“, www.diemimen.de, in Much. Dort war sie schon einmal in der engeren Auswahl bei den Lesungen, die jedes Jahr im Frühjahr als Vorauswahl für die nächste Aufführung stattfinden, hatte aber gegen ein anderes Stück verloren und wurde nun wieder aufgegriffen.

Was jeweils mit den Lesungen beginnt, bei denen sich nach und nach die Darsteller aus den rund 20 aktiven der etwa 80 Mimen-Mitglieder herauskristallisieren, artet spätestens nach den Sommerferien in richtige Arbeit aus. Ab diesem Zeitpunkt proben die Hobby-Schauspieler wöchentlich und ab Ende September sogar zweimal wöchentlich das ausgewählte Stück. In diesem Jahr „mimen“ unter der bewährten Regie von Marita Schlimbach, die von Profi Heike Bänsch unterstützt wird, Falko Wachendorf den Schwerenöter Andy, Thomas Dietz seinen Freund Robert, Corinna Elscher, Nadine Müller und Corinna Schmidt die Stewardessen und Steffi Krakowski die Hausdame Elli.

Letztere hat es besonders schwer. Schließlich wurde sie nicht dafür eingestellt, nach jeder Frau die Wohnung wieder in ihren Urzustand zu versetzen, worüber sie sich lautstark beschwert und schließlich sogar kündigt. Der Ansturm dreier verschiedener Temperamente mit höchst unterschiedlichen (Menü-)Geschmacksrichtungen ist einfach zuviel für die Gute. Da nutzt auch Kumpel Robert nichts, der aus der Eifel angereist ist und dem Casanova unter die Arme greift und, im wahrsten Sinne des Wortes, die Damen abnimmt.

Wer die Mimen kennt, weiß, dass er sich nach der Premiere am vergangenen Wochenende am 18., 19. und 20. November noch einmal auf jede Menge Tempo, Charme, Esprit und Erotik in der Aula des Schulzentrums freuen kann. Dort hat der Mucher Raumausstatter Bogdan Krakowski mit Unterstützung anderer Theaterverrückter wieder für ein perfektes Bühnenbild gesorgt. Karten gibt es für 12 Euro an der Abendkasse und im Vorverkauf im Schreibwarenladen Klement, Hauptstraße 27. https://www.facebook.com/IsText/

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